Dresden entgeht Katastrophe: 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

Jan Stahr
Jan Stahr
2 Min.
Ein altes Dokument mit einer Zeichnung der Belagerung von Dresden im Jahr 1803, das eine Stadtansicht im Hintergrund und Text zeigt, der die Ereignisse beschreibt.Jan Stahr

Weltkriegsbombe in Dresden entschärft: Zünder vor Ort detoniert - Dresden entgeht Katastrophe: 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Dresdens Innenstadt entschärft

Bei einer Routineuntersuchung auf Munitionsaltlasten wurde in der Dresdner Innenstadt eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und erfolgreich entschärft. Für die Operation mussten 18.000 Anwohner evakuiert werden, zudem kam spezialisiertes Gerät zum Einsatz, um den hochgradig instabilen Zündmechanismus unschädlich zu machen.

Die Bombe lag in der Nähe der eingestürzten Carolabrücke, was einen Großeinsatz der Polizei und die Einrichtung einer 1.000-Meter-Sperrzone zur Folge hatte.

Das Kampmittelräumteam identifizierte den Sprengkörper als eine Bombe mit Einfachzünder, dessen Zündmechanismus jedoch bei dem ursprünglichen Abwurf schwer beschädigt worden war. Eine manuelle Entschärfung war daher ausgeschlossen, sodass den Experten nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten blieben.

Um die Gefahr zu bannen, trennten sie den Zünder mithilfe eines Hochdruck-Wasserstrahlschneiders vom Bombenkörper ab. Der Zünder – der gefährlichste Teil – wurde anschließend vor Ort durch eine kontrollierte Sprengung vernichtet. Nach dem Eingriff blieb nur ein kleines Fragment übrig.

Wäre das Schneideverfahren gescheitert, hätte die gesamte 250-Kilogramm-Bombe an Ort und Stelle gesprengt werden müssen. Die gesamte Aktion dauerte zwei Stunden und verlief ohne Verletzte oder weitere Schäden.

Erst vor Kurzem, am 10. März 2026, war in Bochum-Hofstede ein ähnlicher Fall aufgetreten: Auch dort wurde eine große Blindgängerbombe entschärft, wofür 1.300 Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Offizielle Statistiken über die Gesamtzahl der in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland unschädlich gemachten Kampfmittel liegen jedoch nicht vor.

Die erfolgreiche Entschärfung verhinderte mögliche verheerende Folgen für das Dresdner Stadtzentrum. Die Behörden bestätigten, dass von der Fundstelle keine weitere Gefahr ausgehe, sodass die evakuierten Anwohner in ihre Häuser zurückkehren konnten.

Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Risiken durch nicht explodierte Munition aus dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland. Um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, sind spezialisierte Teams und kontrollierte Sprengungen weiterhin unerlässlich.

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