Porsche erleidet 91-Prozent-Gewinneinbruch – doch die 911-Baureihe trotzt dem Trend

Lissi Stiebitz
Lissi Stiebitz
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Ein schwarzer Porsche 911 Carrera 4S fährt auf einer Straße neben einem Gewässer, mit Laternen an den Seiten, Booten im Hintergrund, Gebäuden, Bäumen, einem Hügel und einem bewölkten Himmel.Lissi Stiebitz

Porsche erleidet 91-Prozent-Gewinneinbruch – doch die 911-Baureihe trotzt dem Trend

Porsche verzeichnet für das Jahr 2025 einen nahezu vollständigen Einbruch der Gewinne: Der Nettogewinn stürzte um 91,4 Prozent auf nur noch 310 Millionen Euro ab. Der Luxusautobauer sieht sich nun weiteren Herausforderungen gegenüber, darunter rückläufige Absatzzahlen in China und steigende US-Zölle, während für 2026 ein weiterer Rückgang bei den Auslieferungen prognostiziert wird.

Der drastische Profitrückgang ist vor allem auf Milliardeninvestitionen in die Verlängerung der Produktion von Verbrennermotoren (ICE) zurückzuführen. Trotz des branchenweiten Trends zur Elektrifizierung hält Porsche seine starke Position im Segment der Sportwagen mit Verbrennermotor – das Modell 911 verzeichnete 2025 sogar einen Absatzanstieg um 12 Prozent auf 50.000 verkaufte Einheiten. Zum Vergleich: Ferrari kam auf 13.000 verkaufte Fahrzeuge, Lamborghini auf 10.000 im vergangenen Jahr.

In den letzten fünf Jahren blieb Porsches globaler Marktanteil bei Sportwagen mit Verbrennermotor stabil bei 40 bis 45 Prozent und übertrifft damit Ferrari (25–30 Prozent) und Lamborghini (15–20 Prozent). Bentley hingegen sah seinen Anteil auf 5 bis 10 Prozent schrumpfen, da der Hersteller seine Strategie zunehmend auf Elektrifizierung ausrichtet. Daten von JATO Dynamics und Porsche AG unterstreichen diesen Trend und bestätigen die Entscheidung des Unternehmens, weiter auf Verbrennermotoren zu setzen.

Die finanzielle Belastung des Konzerns zeigt sich zu einer Zeit, in der viele Sportwagenkäufer weiterhin traditionelle Antriebe gegenüber elektrischen Alternativen bevorzugen. Zwar rechnet Porsche für 2026 mit einem erneuten Absatzrückgang, erwartet jedoch eine Erholung der Profitabilität auf über 5 Prozent – ein Zeichen vorsichtigen Optimismus angesichts anhaltender Marktbelastungen.

Die Ergebnisse für 2025 spiegeln die hohen Kosten wider, die mit der Aufrechterhaltung der Verbrennermotorenproduktion in einer sich wandelnden Branche verbunden sind. Mit einer treuen Kundschaft und einer dominierenden Position im Segment der Verbrenner-Sportwagen setzt die Marke auf ihre traditionellen Stärken. Das kommende Jahr wird zeigen, ob diese Strategie die Profitabilität wiederherstellen kann – trotz externer Herausforderungen wie Handelszöllen und regionalen Absatzflauten.

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